goback
impressum


Current Issue
About
Objects
Contributors
Links

Himmel säumend
by Sandra Huber + [aus dem Englischen übersetzt von] Gregor Runge

 

je besser ich dich kenne, umso mehr ver

stehe ich, ich habe g g g g geträumt v

von je besser ich dich kenne umso mehr v

v v v verstehe ich                                                         wir

können die abwesenheit nicht anzweifeln. s

sie ist unser ein einziges denkmal.

 

 

 

 

Ich löse dich von den Fiktionen des Anfa

ngs. Von dem Bilderbuchmeeresstrand,

den wir nie betreten sollten, unbefugt, mi

t unserem zu begrenzten Lachen. Wundere

dich nicht. Ich verliere dich wie man unter

Schock die Sprache verliert, fasse mich für

deine Rückkehr, frage nie, wozu Schweigen

nützen kann. Niemand weiß, was für immer

hält. Jeder Moment ein fadenscheiniger Ein

spruch gegen das bloße Gewicht des Verlust

s.

 

 

 

Ich löse dich von den Fiktionen des Anfa

ngs. (Es gibt kein Hier kein Dort.) Ich sah

dich, sage ich: in einem Zug, der südwärts

fuhr und deine Augen würfelten das reißen

de Licht in einen Zusammenhang (deine Ne

tzhaut schluckte Winter) und mein Kopf fiel

seitwärts in die Kälte des Fensters, das Zitt

ern des Zugs zog von meinem Blick in dein

en. Sagen wir einfach, damals kanntest du

mich. Weil ich dich nichts fragte, dich nicht

berührte, deine Neugier nicht stille, nichts v

on dir bleibt. In meiner Nähe.

 

 

 

Damals log ich dich an über die Dystopien des

Winds. Konstruierte Syllogismen aus dem Uns

inn deiner Handfläche. Ich hätte im Spiel deine

Lippe gebissen, meine Hand in die Unbedingt

heit deines Rückens gepresst. Ein Ohrläppchen,

deinem Mund zugewandt.

 

 

 

Im Rückblick zerfällt das Dunkel. Das War

um sagte ich die Dinge, die du sagtest wie ich

sagte. Unsere ergreifendsten Szenarien sind

dem Überrest des Seitenrands preisgegeben,

dem Cursor der Deutung, für immer. Wessen

fehlende Stimme vergibt einen Verlust. Ich w

ar hier. Noch einmal und wieder wenden sich

unsere Sehnsüchte Zeichen zu, spezialisiert w

ie die Gleichgültigkeit, zwischen einem Weg ir

gendwo und dem voreinander ausgeschlossenen

Himmel säumend.

 

 

 

Weder von mir vermisst noch ich von dir,

keine Vermutung, nur einfach: dass ich jet

zt alles hergebe. Alles. Wie sage ich das. W

as verloren ist in der Sprache der Liebende

n (dass wir allein hier angelangen). Dass du

alles hast. Du hast alles, was du je brauche

n wirst.

 

 

 

 

ich bin v voll voll voll

vollkommen ehrlich mi

mit dir. ich errichte k k

keine ich erreichte k k k k

keine mauer zwischen uns.

ich hebe jede hand, um

zu schreiben, dass wir ein

ende nicht tilgen können.

 
 

 

[The English version can be found on Ditch]